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Gesundheit | Integration

Die Homöostase gehört zu den ältesten und am häufigsten vertretenden Denkansätzen zum Gesundheitsbegriff. Sie sieht Gesundheit als einen persönlichen Befindlichkeitszustand der Harmonie, Ausgeglichenheit, Ruhe, Stabilität und Ordnung. Als gesundheitliche Risikofaktoren gelten alle Veränderungen sowohl der Person als auch der sozialen und ökologischen Umwelt. Man kann dann als gesund betrachtet werden, wenn man sich in einem ausgeglichen Zustand befindet und sich bei allfälligem Abtriften aus dieser Balance ehest wieder einpendelt.

Bereits in der griechischen Antike galt Gesundheit sowohl als ein Zustand der inneren Harmonie als auch jener des Gleichgewichtes mit der äußeren Welt. Makro- und Mikrokosmos unterliegen demnach ähnlichen Gesetzen von Harmonie und Ordnung. Im alten Rom propagierte Galen (129-199 n. Chr.) zudem ein harmonisches Sozialleben und eine Ausgewogenheit zwischen den rationalen und irrationalen Seelenanteilen als wesentliche Gesundheitsgrundlage. In jüngerer Vergangenheit findet man im psychoanalytischen Modell von Freud den Begriff inneres Gleichgewicht als Kennzeichen für eine seelisch gesunde Persönlichkeit. Neuere homöostatische Ansätze betonen ihrerseits den Ausgleich zwischen somatischen und psychischen Aspekten sowie zwischen individuellen und gesellschaftlichen Faktoren. Auf explizit integrative Weise werden gleichgewichtstheoretische Grundlagen vor allem in den östlichen Denkschulen und auch bei den indigenen Traditionen Afrikas und Südamerikas vertreten, wo ein harmonischer Gesundheitszustand neben den natürlichen und sozialen Aspekten zumeist die kosmisch-spirituelle Welt miteinschließt.

Die moderne Gesundheitswissenschaft betont zunehmend ganzheitliche Aspekte und auch die medizinischen Traditionen des Westens und Ostens sowie Naturheilverfahren nähern sich an. Gesundheit gilt nicht mehr als fixer Zustand. Persönliche Gesundheitspotentiale sollen aktiviert und in bewusstseinsbildenden Prozessen nachhaltig erhalten werden. Man will Krankheitsauslöser verstehen lernen, ungesunde Angewohnheiten abstellen und klassische wie moderne Präventionsmethoden spezifisch einsetzen können. Integrative Gesundheitsförderung versucht daher gezielte Veränderungen relevanter Lebensbedingungen und Lebensstile durch ganzheitliche Interventionen auf unterschiedlichsten Ebenen zu ermöglichen. Sie kann Menschen zu einem gesundheitlichen Befindlichkeitsniveau verhelfen, welches eine soziale und wirtschaftlich produktive sowie ökologisch verträgliche Lebensführung in einem homöostatischen Gleichgewichtszustand erlaubt. Im Sinne der Heterostase kann sie wiederrum gesunde Menschen durch Vermittlung spezifischer Handlungsstrategien helfen, auf entgegentretende Störungsfaktoren flexibel zu reagieren und diese folgend aktiv zu überwinden.

Diese moderne Sichtweise einer umfassenden Gesundheitsförderung bildet neben der ganzheitlichen Bewusstseinsschulung die zweite Basissäule des Wirkens der CFW-Multiversity. Entsprechend werden durch adäquate Bildungsangebote aus den integrativ ausgerichteten Primärbereichen Ayurveda, Yoga und Meditation essentielle gesundheits- und bewusstseinszentrierte Variationen für öffentliche Institutionen, private Unternehmen und Privatpersonen angeboten. Als lebensweltlich relevante Sekundärangebote fließen hier weitere Gesundheitsthemen wie Integratives Selbstmanagement, Stress- und Burnout-Prophylaxe, Spezifisches Entspannungs- und Bewegungstraining sowie Ernährungsprogramme temporär mit ein.